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Eid Ul Fitr Botschaft des Abrahamischen Forums des ICCJ

An unsere muslimischen Brüder und Schwestern in der ganzen Welt
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Resolution

Resolution by the International Abrahamic Forum, December 2010
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(engl.)

Abrahamisches Forum

INTERNATIONALER RAT DER CHRISTEN UND JUDEN

Das Internationale Abrahamische Forum

Das Internationale Abrahamische Forum steht für die erneute Verpflichtung des ICCJ zum jüdisch-christlich-muslimischen Dialog.

Der Internationale Rat der Christen und Juden beschloss bereits auf seiner Jahreshauptversammlung im Jahre 1995 die Gründung des Abrahamischen Forums ein trilaterales jüdisch-christlich-muslimisches Komitee. Diese Entscheidung wurde getroffen in Anerkennung der wachsenden Bedeutung des Islam in der westlichen Welt, der unverzichtbaren Notwendigkeit zu Dialog, Toleranz und Respekt und zur Überwindung von Ängsten und Vorurteilen. Da man ebenfalls die bedeutende Rolle, die Christen und Juden in diesem Dialog spielen können und sollten, anerkennt, beschloss der ICCJ, den Umfang seiner Aktivitäten auszuweiten und aus der äußerst lehrreichen Erfahrung heraus, die man in vielen Jahren christlich-jüdischen Dialogs gesammelt hat, zum trilateralen jüdisch-christlich-muslimischen Dialog beizutragen.

Heute ist die Notwendigkeit zu diesem trilateralen Dialog noch größer und wichtiger als je zuvor. Der Islam ist nach dem Christentum nicht nur die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in der Welt, sondern in einigen Teilen der Welt sogar die am schnellsten wachsende Gemeinschaft. Die Einwanderungswelle von Muslimen ist in der europäischen Szene zu einem heiklen Problem geworden, das manchmal zu extremen Formen von Fremdenfeindlichkeit führt.

Angesichts dieser Entwicklungen hat die 2010 in Istanbul stattgefundene Jahreshauptversammlung des ICCJ zu einer Wiederbelebung des Abrahamischen Forums als trilateralen Bestandteil innerhalb des ICCJ aufgerufen unter Beibehaltung der bilateralen jüdisch-christlichen Beschaffenheit der Organisation.

Um diesen Prozess voranzutreiben lud der ICCJ eine kleine Gruppe von Juden, Christen und Muslimen vom 12. bis 14. Dezember 2010 nach Berlin ein, um die theoretischen und geistigen Aspekte der Thematik zu untersuchen und ein Grundlagenpapier zu erarbeiten, das sich mit den Themen, die jede der drei Religionstraditionen in den Dialog einbringen möchte sowie mit den Vorteilen und Gefahren eines trilateralen Dialogs und dem Einbringen eines gezielten Inputs aus dem jüdisch-christlichen Dialog in den Trialog befasst.

Das Treffen fand in der Konrad-Adenauer-Akademie in Berlin statt und wurde freundlicherweise vom Deutschen Bundesministerium des Innern und der Pratt-Stiftung in Israel/Australien unterstützt.

Nach diesem Treffen hatte der ICCJ-Vorstand offiziell die Empfehlung angenommen, sein Abrahamisches Forum wieder aufleben zu lassen und einen Koordinierungsausschuss zu ernennen, der aus neun Mitgliedern besteht und zu gleichen Teilen die drei Religionstraditionen “ jüdisch, christlich und muslimisch “ vertritt und dessen Aktivitäten leiten soll.

Während der Jahreshauptversammlung im Juli 2011 in Krakau ernannte der ICCJ-Vorstand folgende Mitglieder in den Koordinierungsausschuss:

Jüdische Mitglieder:

  • Rabbi Ehud Bandel, 1. Vizepräsident des ICCJ, Jerusalem
  • Frau Debbie Danon, Three Faiths Forum, London
  • Prof. Reuven Firestone, Hebrew Union College, LA

Muslimische Mitglieder:

  • Prof. Mona Siddiqui, Universität Glasgow, Glasgow
  • Sheikh Ghassan Manasra
  • Prof. Rashid Omar, Universität Notre Dame, Notre Dame, IN

Christliche Mitglieder:

  • Prof. Karl-Joseph Kuschel, Universität Tübingen, Tübingen
  • Prof. Heidi Hadsell. Hartford Seminary, Hartford, CT
  • Pfarrer Canon Hosam Naoum, St. George's Cathedral, Jerusalem


Die Hauptaufgabe des Koordinierungsausschusses besteht darin, den trilateralen Dialog als integralen Bestandteil der interreligiösen Arbeit des ICCJ und seiner Mitgliedsorganisationen voranzutreiben und die Beziehungen und Kontakte des ICCJ mit interessierten Menschen und Organisationen, die sich mit dem trilateralen Dialog und der Begegnung befassen, zu fördern.